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„Podlaskie Jadło“(Podlasische Speisen)   

Der Verein „Podlaskie Jadło“(Podlasische Speisen) hat ein Buch unter dem Titel „Kuchnia Podlaska“(Podlasische Küche)“ herausgegben. In diesem Buch kann man sowohl überlieferte Regionalspeisen, die Geschichte der Podlasischen Küche, als auch alte Kochvorschriften finden

Vor Zeiten herrschten auf den Tischen des podlasischen Adels Wildbraten, Fasanen und Pfauen. Eine schmackhafte Suppe wurde aus Elchnüstern gekocht; es wurden Sperlingspasteten gebacken und Bärenpranken gebraten. Das alles waren ausgesuchte Leckerbissen. Hättest du Lust darauf, so versuche sie selber vorzubereiten. Guten Appetit!

  Die wichtigste Aufgaben des Vereins:

  1. Unterstützung und Fortsetzung der Kultur und Kochtradition der podlasischen Region.
  2. Das Anhalten der Stadt- und Landbewohner zur Pflege der überlieferten Kochtradition.
  3. Unterstützung und Anregung aller Aufgaben, die zu dem Kulturwertschutz des Vereins „Podlaskie Jadło“ führen.
  4. Organisierung und Finansierung der Konferenz, Stiftungen, Seminäre.
  5. Die Schulungshandlung, Unterstützung, Erziehungshandlung, die Bildung.
  6. Das Anhalten zum gesunden Lebensstil.
  7. Das Anhalten zum Kaufen der umweltfreundlichen Produkte und der Qualitätsware.
  8. Der Verlag- und Publikationstätigkeitführung.
  9. Die Zusammenarbeit mit dem Lokalselbstverwaltung, der Staatsverwaltung und mit den anderen Organisationen.

Traditionelle regionale Speisen:

Zander in Räucherspeck
Zutaten: Zander, durchwachsener Räucherspeck, Mehl, Gewürze
Zubereitung: Die Zanderfilets in ca. 3 cm breite Streifen schneiden, salzen und pfeffern. Den Räucherspeck in Scheiben schneiden und um die Fischstücke wickeln. Den Zander mit Mehl bestreuen und auf erhitzem Öl backen. Mit Klösschen, Mohrrüben mit Meerrettich oder gedämpften Pilzen mit Zwiebeln servieren.

Kartacze- Kartäschen
Zutaten: Schweinfleisch (Kamm oder Schulter), 2,5 kg Kartoffeln, 25 dag Mehl, Zwiebeln, 1 Ei, Speck, Salz und Pfeffer
Zubereitung: Das Fleisch halbwegs gar kochen, die erhaltene Brühe aufbewahren. Die Kartoffeln schälen und waschen, die ein Hälfte halbwegs gar kochen, die andere auf einer Reibe reiben. Die geriebenen Kartoffeln in einen linnenen Beutel geben und aufpressen. Das sich am Boden, der unter die gepressten Kartoffeln gestellten Schüssel, in der ausgepressten Flüssigkeit ansammelnde Kartoffelmehl (Stärke) aufbewahren. Die gekochten mit den ausgepressten Kartoffeln verbinden, nach Geschmack salzen und Mehl hinzufügen. Den so erhaltenen Teig mit dem aufbewahrten Kartoffelmehl mischen und geschmeidig kneten. Vorbereitung der Füllung- das halbgare Fleisch entweder mit einem Messer(Wiegemesser) zerhacken oder durch den Fleischwolf drehen, dazu eine große kleingeschnittene Zwiebel, Salz und Pfeffer nach Geschmack hinzufügen. Vorbereitung der Kartäschen- aus dem Kartoffelteig handgroße, flache Kuchen formen, in die Mitte einen Fleischkloß legen und das Ganze zusammenkleben und in siedendes Wasser geben. Der Kochtopf muss entsprechend groß sein, damit die Kartäschen frei herumschwimmen können und nicht miteinander verkleben. Kochzeit ca. 1,5 Stunde. Die fertigen Kartäschen aus dem Wasser auf einen flachen Teller heben und darauf ausgelassenen Griebenspeck mit Bratzwiebeln geben. Heiß servieren! Sie schmecken gleich gut als zweiter Gang zum Mittagessen als auch zum Frühstück mit Milch.

Kartoffelwurst
Zutaten: 2 kg Kartoffeln, 4 dag Mehl, 6 dag Zwiebeln, 10 dag Seitenspeck- oder Speckgrieben, Salz, Pfeffer, Majoran, 3 Stück 40 cm langer Schweinedickdärme, ein Stück Speck.
Zubereitung: Die Kartoffeln auf einer Reibe reiben, den Teig salzen, Gewürze, Mehl, Zwiebeln und Gerieben hinzufügen; das Ganze gut verarbeiten und mit dem Teig die Därme locker stopfen. Die Enden mit einem Bindfaden gut zubinden, damit die Füllung nicht entweicht. Den Speck in Scheiben schneiden und damit ein Backblech auslegen. Die auf das Backblech gelegten Kartoffelwürste in den Backofen geben und ca. 2 Stunden, bis die Pelle hellbraun wird backen.

Podlassischer Kartoffelkuchen
Zutaten: 10-12 große Kartoffeln, 30 dag durchwachsenen Räucherspeck, Wurst- und Schinkenstückchen, 2 Eier, Salz, Pfeffer, Mehl, Fett zum Schmieren
Zubereitung: Die Kartoffeln schälen, spülen, auf einer Reibe reiben, auf einem Sieb abtropfen lassen. Das abgetropfte und in einem Gefäß gesammelte Wasser nach einer Weile fortschütten und das am Gefäßboden gesammelte Kartoffelmehl zu den geriebenen Kartoffeln geben. Der Räucherspeck zu Grieben auslassen und das siedende Fett mitsamt den Wurst- und Schinkenstückchen zu den Kartoffeln geben. Die Eier hineinschlagen, nach Geschmack salzen und pfeffern und soviel Mehl hinzufügen, dass der Teig eine dickliche Konsistenz erhält(das hängt vom Wassergehalt und dem Abtropfender geriebenen Kartoffeln ab). Den Teig gut mischen, in eine gut gefettete und mit Semmelbröseln ausgeschüttete Form geben und in einen vorgeheizten Backofen für 1-1,5 Stunden stellen. Der Kartoffelkuchen muss gut ausgebacken sein, sonst lässt er sich nur schwer aus der Form heben. Nach dem Backen muss er eine braune knusprige Kruste haben. Vormals hat man den Kartoffelkuchen warm mit  Grieben oder mit kalter dicker Sahne gegessen. Heute kann man ihn mit verschiedenen Soßen servieren. Er schmeckt auch kalt und am nächsten Tag in Scheiben geschnitten auf der Bratpfanne aufgewärmt.

Baumkuchen
Der Baumkuchen stammt noch aus der alten heidnischen Tradition der Balten, die ihren Göttern Opfer aus Honig, Fleisch und unmittelbar am Feuer gebackenen Kuchen brachten. In der Folgezeit wurden die Baumkuchen als Gaben für die Könige und Fürsten wie auch andere wichtige Persönlichkeiten gebacken. Die Herstellungsmethode ist nicht alltäglich- dazu braucht man eine besondere hölzerne Rolle, auf die , indem man sie über dem Feuer dreht, unmittelbar der vorbereitete Teig gegossen wird. Der herabfließende Teig erstarrt in Form goldener Zapfen. Die aufeinanderliegenden Teigschichten  entscheiden über die Qualität und das Aussehen des Baumkuchens. Je größer die Erfahrung des Bäckers ist, desto fantasievoller und schöner sieht so ein Baumkuchen aus.